Face (or not) to Face?

An den deutschen Hochschulen hat der Umstieg auf die Online-Lehre überraschend gut funktioniert und die Möglichkeiten der digitalen Lehre sind auch jenseits der Pandemie verstärkt und positiv wahrgenommen worden. Die letzten Wochen zeigen aber, dass in den stürmischen Entwicklungen der Status und die Wahrnehmung digitaler Lehre leidet. Eine kommentierte Chronik.

Die digitale Lehre an den deutschen Hochschulen droht im Corona-Hin-und-Her zu verlieren.

So viel Präsenz wie möglich, nötig „oder hybrid“ (nicht möglich)

Ende Oktober ist der Wille groß, endlich wieder zur Präsenz zurückzukehren. Im Blog von Wiarda äußerte sich HRK-Vizepräsidentin Anja Steinbeck (zurecht) überzeugt davon, dass die Hochschulgemeinschaft zur PräsenzHOCHSCHULE zurückkehren möchte. Der Anforderung nach einer – natürlich – „gut gemachten“ Hybrid-Lehre erteilte sie gleichzeitig eine Absage, mit dem (richtigen) Argument, das der Mehraufwand nicht einfach weiter auf die Lehrenden abgewälzt werden kann (sie formuliert das etwas anders):

„Die letzten drei Semester haben gezeigt, dass das direkte Miteinander im Studium nicht zu ersetzen ist durch digitale Formate. Es gibt den ganz großen Wunsch nach Präsenz, und den werden wir so weit, wie es nur irgend möglich ist, erfüllen. “ […] „Eine richtig gute Online-Lehre besteht nicht darin, dass ich einfach die Vorlesung abfilme, sondern das ist ein ganz anderer didaktischer Ansatz. Der kostet Zeit. Und deshalb halte ich auch nichts davon, wenn manche sagen, man könne das Wintersemester ja doppelt laufen lassen: für die, die wollen, in Präsenz, für die anderen digital. Das ist illusorisch, das ist den Lehrenden wirklich nicht zuzumuten.“

27.10.2021 – „Wir dürfen die Studierenden nicht wieder so allein lassen“ – Jan-Martin Wiarda

Mit der Beginn der vierten Corona-Welle im November verschärfte sich auch der Druck auf die Präsenz in den Hochschulen. Im politischen Hick-Hack um die richtigen Maßnahmen und nach dem tendenziell gelungenen Umstieg in die Online-Lehre im Frühjahr 2020, dacht man auf dieser Ebene wohl, ‚die bekommen das schon hin.‘ Im Endeffekt sollte es die einzelne Hochschule, besser noch; die einzelnen Lehrenden regeln. Die Rückkehr in ein Teil-Normalbetrieb gestaltete sich dann erwartungsgemäß schwieriger, was bekannterweise kein Problem der Hochschulen, sondern ein politisches und gesellschaftliches ist. An den Hochschulen selber dominierte, meiner Wahrnehmung nach, die vielfach bestätigte Stimmungslage „Präsenz first“. So konnte man Mitte November beim Redaktionsnetzwerk Deutschland über Baden-Württemberg folgendes nachlesen:

„Trotz steigender Infektionszahlen hat das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Hochschuldozentinnen und -dozenten dazu aufgefordert, weiterhin Präsenzveranstaltungen zu ermöglichen.“ [..] […] „Gleichwohl ist es nicht möglich, in größerem Stil Angebote parallel in Präsenz und zugleich online durchzuführen. Dies ist für die Hochschulen weder logistisch darstellbar noch finanzierbar.“ […] „Deshalb appelliere [Wissenschaftministerin] Bauer an diejenigen Hochschulmitglieder, ‚die selbst vielleicht vorsichtiger sind oder die unbestritten auch vorhandene Vorteile eines Onlinebetriebs zu schätzen gelernt haben‘, dass man ‚trotz der zunehmenden Inzidenzwerte‘ an dem erreichten Maß an Präsenz im Hochschulbereich festhalten wolle.“ […] „‚Ergänzende Onlineangebote‘ seien nicht ausgeschlossen, ‚der Schwerpunkt liegt aber auf der Präsenz.’“

18.11.2021 – Corona-Alarmstufe in Baden-Württemberg: Präsenzveranstaltungen an Hochschulen sollen trotzdem fortgesetzt werden

Die Argumentation lautet also:

  1. Die Rückkehr zur Normal-Hochschule ist wegen Eindämmungsverordnungen, organisatorischen und strukturellen Gründen nicht möglich, es soll aber
  2. auf keinen Fall auf Online-Lehre umgestiegen werden und
  3. für professionelle hybride Lehre fehlen die personellen und technischen Ressourcen (und können selbstverständlich auch nicht bezahlt werden).

Es schält sich aber auch schon heraus, dass die Frage „Face or not to Face“ nicht nur an Impfquoten und der Umsetzung von Hygienevorschriften hängt. Am 29.11.2022 schreibt ZEIT ONLINE:

„Auch bei einer Impfquote von über 90 Prozent würden manche nicht mehr zu den Präsenzveranstaltungen kommen. Diese müssten auf bewährte Online-Formate oder Hybrid-Angebote zurückgreifen.“ […] „Den Studierenden, die vielleicht vulnerable Angehörige zu Hause haben, die Präsenz schmackhaft zu machen, sei nicht leicht. «Hier müssen wir eine Balance finden», heißt es.“ […] „Auch für die Freiburger Studentenvertretung stellt sich die Meinung der jungen Leute «sehr gemischt» dar. Viele legten großen Wert auf Präsenz, andere bewegten sich schon wieder in Richtung virtuelles Lernen, sagte der Referent für Hochschulpolitik Christian Kröper.“

29.11.2022 – Hochschulen: Präsenzlehre an Unis soll trotz Corona erhalten bleiben | ZEIT ONLINE

Aus Sicht der Landes-ASten-Konferenz Berlin klingt das etwas anders, diese fordern am 01.12. ein möglichst sicheres, flexibles Studienangebot, dass einen Rahmen schafft, um das soziale Hochschulleben wieder in greifbare Nähe zu rücken. Die Online-Formate sollen das bringen:

„Wir als LAK sind der Überzeugung, dass neue Maßnahmen an den Hochschulen nicht weiter warten können und fordern deshalb die sofortige Einführung von 2G+ an den Hochschulen, die Abschaffung der Anwesenheitspflicht und Online-Formate für alle Studierenden, die nicht an Präsenzvorlesungen teilnehmen können oder wollen.“

01.12.2021 – Erneuter Appell der LAK Berlin: Coronazustand an den Hochschulen weiterhin kritisch | LAK Berlin

Während die Berliner Ausschüsse wohl die allgemeine Interessenlage der Studierenden zum Ausdruck bringen, bahnt sich schon ein weiterer Umbruch in der Rolle der Online-Lehre an. Mit der Einführung von 2G-Regeln entsteht die Frage, wie mit den Studierenden umgegangen werden kann, die aus irgendwelchen Gründen ungeimpft bleiben. So setzte der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof die landesweite 2-G-Pflicht außer Kraft, weil sich aus der Vorschrift nicht ergebe,

„zu welchen Vorkehrungen Hochschulen im Hinblick auf ungeimpfte Studierende verpflichtet seien, um die Studierbarkeit zu gewährleisten, erklärte das Gericht.“ (Berliner Zeitung 17.12.2021) Der Weg, dieses Problem zu umschiffen, bestand in der Anpassung der Baden-Württembergischen Landesverordnung im Zeichen der digitalen Gesellschaft:
„Die Hochschulen müssen für ungeimpfte Studierende Teilnahmemöglichkeiten abseits der Präsenzveranstaltungen bieten und sicherstellen, dass:
– zeitgleich ein digitaler Zugang zu Veranstaltungen gewährleistet ist.
– eine digitale Aufzeichnung unverzüglich im Anschluss an die Veranstaltungen verfügbar gemacht wird.
– schriftliche Unterlagen, die den Lehrstoff beinhalten, vor oder unverzüglich im Anschluss an diese Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.
– ähnliche Angebote in Kombination die „Studierbarkeit“ auch für ungeimpfte Studierende gewährleisten.“

20.12.2021 – Coronavirus: Trotz Gerichts-Urteil bleibt 2G an Unis in BW – SWR Aktuell

Ein historischer Moment? Digitale Lehre ist Gesetz (Verordnung)

Ein historischer Moment? Meines Wissens nach hat die digitale Lehre an Hochschulen in Deutschland damit – unter Pandemiebedingungen natürlich – erstmals den Rang eines verpflichtenden Angebots der Hochschule bekommen. Möglich ist das wohl unter anderem darum gewesen, weil – ich sag mal unbestimmt: „in der Politik“ – die uninformierte Vorstellung vorherrscht, dass wenn der Wechsel in die Online-Lehre doch so gut geklappt hat, der Schalter auch genauso auf „hybrid“ umgestellt werden könne.

Zusammenfassend stellt sich das in etwa so dar:

  • Eigentlich woll(t)en alle zurück in Präsenz, die politische und von der großen Mehrheit befürwortete Losung lautet „so viel Präsenz wie möglich“.
  • Die 2-G-Option, als derzeit realistische Option zur Aufrechterhaltung öffentlichen Lebens, beinhaltet für die Hochschulen die (bisher verfassungsfeste) Verpflichtung, Teilnahme „abseits der Präsenzveranstaltung“ zu bieten.
  • Das hybride Lehre aus dem Stehgreif genau so gut funktioniert, wie die Umstellung auf Online-Lehre war eine optimistische Annahme, die sich als unrealistisch herausstellte. Grund dafür ist vielleicht der Unterschied, dass die Umstellung auf Online-Lehre ein vorhandenes Potential ausschöpfte, funktionierende, schlüssige Szenarien hybrider Lehre aber jetzt entwickelt werden müssen. Auch das technische Potential ist erschöpft, bis hin zu Lieferschwierigkeiten notwendiger Technik für hybride Lehre.
  • Der Vision einer zeitgemäßen Lehre in einer digitalen Welt ist damit insgesamt nicht gedient. Vom Möglichkeitsraum, Lehre zu verbessern, über das Mittel, die Krise zu bewältigen, drohen digitale Formate nun als (lästige) Pflichtübung wahrgenommen zu werden. Soviel zur Krise als Chance.

Wie geht es weiter? 2G kommt wohl. Und eine Pflicht-Debatte?

Noch während ich an diesem Text arbeite, geht die Entwicklung weiter. Möglichkeiten der digitalen Lehre werden, praktisch erfahren, in andere Begründungskontexte übertragen. „Platzmangel“ ist hier ein Stichwort. Einerseits zeigt sich, das hybride Lehre und das davon evozierte studentische Bildungsnomad:innentum die Anforderungen an moderne Raumkonzept in der Hochschule dringlich werden lässt. Andererseits zeigt sich seit dem Jahreswechsel recht bald, dass aus verschiedenen Gründen in den Hochschulen aufgrund der Pandemieentwicklung die meisten Lehrangebote wieder in einen Online-Modus gewechselt sind:

„Es heißt bislang, Hochschulen und Senatskanzlei hielten wegen der hohen Bedeutung persönlicher Begegnungen im Bildungsprozess daran fest, Präsenzlehre weiterhin anzubieten. Doch aktuell läuft an den Berliner Unis wieder vieles nur online.“ ( 05.01.2022 – taz.de )
„Allerdings bröckele der Präsenzanteil in vielen Fächern allmählich. Es werde zunehmend auf die Online-Lehre ausgewichen, weil die Herausforderungen bei der Organisation der Vollkontrolle zu stark und die Infektionszahlen in der Gesellschaft zu hoch seien.“ (07.01.2022 – ZEIT ONLINE)

05.01.2022 – Hochschulen und Corona: Wieder mal zur Uni? – taz.de 07.01.2022 – Hochschulen: Teure Kontrolle: Unis prüfen Impfstatus streng vor Hörsälen | ZEIT ONLINE


Im Augenblick deutet sich an, dass in den Hochschulleitungen weiter an der Präsenz-Lehre als Orientierungspunkt festgehalten werden wird. Die im Zuge der 2G-Verordnungen verpflichtende Bereitstellung von digitalen Angeboten droht dem „Pflicht-Zwang“-Diskurs untergeordnet zu werden und die Frage, wie digitale Lehre und Präsenzhochschule sinnvoll zusammengebracht werden können und was dafür im besten Interesse aller notwendig wäre, wird gar nicht mehr gestellt.

Das Präsenz-Gen in der Hochschullehre

Bedingt durch die erzwungene Nicht-Präsenz ist seit dem Frühjahr Jahr 2020 die Präsenzlehre Thema. Für die Jahreskonferenz der GMW 2021 „Bildung in der digitalen Transformation“ wurde ein Beitrag von mir angenommen und ich dürfte diesen in einem Vortrag am 21.10. vorstellen. Den Vortrag und die Kerngedanken möchte ich auch hier vorstellen.

Nachtrag zum Vortrag eines Beitrags zur GMW 2021

Bedingt durch die erzwungene Nicht-Präsenz ist seit dem Frühjahr Jahr 2020 die Präsenzlehre Thema. Durch die auf „das Digitale“ reduzierte Lehrwirklichkeit ist sie als Leerstelle permanent anwesend und wird als Teil der „DNA of Higher Education“ (Christensen & Eyring, 20111Eyring, H., & Christensen, C. (2011). The Innovative University: Changing the DNA of Higher Education. Retrieved from http://www.acenet.edu/AM/Template.cfm?Section=Programs_and_Services&TEMPLATE=/CM/ContentDisplay.cfm&CONTENTID=40357) empfunden, als konstitutiv für die Kultur, das Selbstverständnis und das Funktionieren der Universität und der Universitätslehre. Es zeigt sich aber, dass diese scheinbar selbstverständliche Abgrenzung der Präsenzlehre von der Online-Lehre nicht leicht fassbar ist. Es stellt sich daher die Frage, was ist in den Diskussionen der letzten Monate genau gemeint wenn von „Präsenzlehre“ gesprochen wird? Für die Jahreskonferenz der GMW 2021 „Bildung in der digitalen Transformation“ wurde ein Beitrag von mir angenommen und ich dürfte diesen in einem Vortrag am 21.10. vorstellen. Den Vortrag und die Kerngedanken möchte ich auch hier vorstellen.

Kippfigur Präsenz-Online

Der Ausgangspunkt war die Frontstellung in die Präsenzlehre gegenüber der digitalen Lehre im Zuge der Pandemie gebracht wird. Dazu hatte ich insbesondere die prominenten Diskurse näher angeschaut, also die Äußerungen und Diskussionen von Akteuren die weitgehend in der Öffentlichkeit, insbesondere in Publikumszeitschriften und Online-Portalen stattgefunden hat. Interessant ist die Tatsache, dass die digitale Lehre (im Corona-Fall speziell die „Online-Lehre“), wenn sie in diesem Diskurs fokussiert wird, immer als Negativbild der Präsenzlehre beschrieben wird, „Digitale Lehre kann nicht…“ ist die häufige Argumentationsfigur. Auf der anderen Seite werden die Kriterien für gute digitale Lehre (soziale Beziehung, Interaktion, Austausch …) aus der analogen Welt entliehen und hier könnten sich die Standpunkte treffen, was aber unterbleibt. So entsteht eine Kippfigur, die es unmöglich macht, beide Figuren gleichzeitig zu sehen, sondern die unsere Wahrnehmung solange zwingt, sich auf eine Deutung festzulegen, bis wir die Gestalt als Kippfigur erkennen.

Präsenz ist einfach dabei

Die zweite „Entdeckung“ war, dass diese Argumentationsfigur a) nicht neu ist und b) nur mittelbar mit „digitaler Lehre“ im engeren Sinne zu tun hat. In den letzten 10 Jahre konnte ich vier große Themen finden, in denen „Präsenz“ eine zentrale Rolle spielt: Der MOOC-Hype, die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen, die Einführung von Regelungen für ein E-Learning-Deputat und der selbstkritischer Blick auf das Konzept des „Blended Learning/integrierte Lernens“. In allen vier Themenfeldern finden Zuschreibungen, Differenzierungen und Wertungen statt, die eine bildungsrelevante Qualität der Präsenzlehre untermauern ohne diese je so richtig auszubuchstabieren.


Am (vorläufigen) Ende dieser Analyse hatten sich bei mir die Eindrücke verfestigt:

  • „Präsenzlehre“ ist ein festes, für die Hochschullehre konstitutives Konstrukt, unabhängig vom aktuellen Diskurs. Dabei bewegt sich dieser Diskurs eher in einem Gewebe von Zuschreibungen und Negationen anstelle von Argumenten und Gegenargumenten.
  • Gleichzeitig ist die Präsenzlehre seltsam unterbestimmt und spielt immer dann eine Rolle, wenn sie (vermeintlich) gefährdet ist, „Unverzichtbarkeit“ ist leichter zu argumentieren als die „didaktisch und inhaltlich begründetet Sinngebung von Präsenz“ (Scheidig 20202Scheidig, Falk (2020) Digitale Transformation der Hochschullehre und der Diskurs über Präsenz in Lehrveranstaltungen. In: Bauer, R. et. al. (Hrsg.) (2020). Vom E-Learning zur Digitalisierung.– Mythen, Realitäten, Perspektiven. Münster etc.: Waxmann. Seite 243-259).
  • Die in Hochschul- und Mediendidaktik Tätigen sollten aber auch in Betracht ziehen, dass wir hier „blinde“ (wenigsten trübe) Flecken besitzen. Das Geschehen in der Lehrveranstaltung lässt sich nicht rückstandslos in „Ziel-Inhalt-Methode-Medium“ auflösen. Die in solchen didaktischen Modellen ebenfalls unausgesprochene, historische Verhaftetheit an die leiblich geteilte Lehrsituation ist für die „mediengestützte“ Lehre vielleicht noch zu wenig reflektiert worden.
  • Im guten Sinne ist dies ein gemeinsames Territorium der Lernenden und Lehrenden, ein Gestaltungs- und Spielraum in dem sich ihre Performanz im Zweifelsfall auch ungeregelt, spontan und ergebnisoffen entfalten kann.

Die Diskussion bleibt uns erhalten

Inzwischen wurde mit der Diskussion um die 2-G-Regelung für den Veranstaltungsbesuch ein neues Kapitel in der Präsenzdiskussion aufgeschlagen. Zwischen digitaler Lehre aufgrund juristischer Anordnung und argumentativen Zusammenrücken von Online-Lehre und psychischer Gefährungslage gedeihen ungesunde Verquasungen von digitaler Lehre mit Zwangsmaßnahmen . Auf mittlere Sicht werden aber auch die heraufziehenden Szenarien der Virtual bzw. Augmented Reality und erst recht die Anwendung Künstlicher Intelligenz in der Bildung neue Runden der Präsenzdiskussion anstossen.

Ein Präsenz-Hase

Der Kongreß der die Enscheidung bringen sollte…

Der Kongreß, der die Entscheidung bringen sollte, fand wie seit zweihundert Jahren im Kloster Mi Sang statt, welches am Ufer des Gelben Flusses liegt.

Es wird zwar nicht mehr darüber gestritten, ob die Erderwärmung real ist, aber diese Assozation kann ich nicht loswerden….

Bild aus der Videobotschaft des Außenministers von Tuvalu Simon Kofe für die Weltklimakonferenz in Glasgow am 16.11.2021 . Bildquelle: https://devpolicy.org/tuvalu-preparing-for-climate-change-in-the-worst-case-scenario-20211110/

„Si FU: Der Kongreß, der die Entscheidung bringen sollte, fand wie seit zweihundert Jahren im Kloster Mi Sang statt, welches am Ufer des Gelben Flusses liegt. Die Frage hieß: Ist der Gelbe Fluß wirklich, oder existiert er nur in den Köpfen? Während des Kongresses aber gab es eine Schneeschmelze im Gebirg, und der Gelbe Fluß stieg über seine Ufer und schwemmte das Kloster Mi Sang mit allen Kongreßteilnehmern weg. So ist der Beweis, daß die Dinge außer uns, für sich, auch ohne uns sind, nicht erbracht worden.“

Bertolt Brecht: Turandot oder Der Kongreß der Weißwäscher.

Zu langsam auf dem richtigen Weg

Zur Tagung „Digitalisierungspraktiken und Hochschulbildung – sind wir auf dem richtigen Weg?“ (27./28.07.19)

In der letzten Woche war ich zu Gast auf der Tagung Digitalisierungspraktiken und Hochschulbildung – sind wir auf dem richtigen Weg?, die im Rahmen des Projekts „Smart Teaching Baden-Württemberg“ in Zusammenarbeit mit e-teaching.org ausgerichtet wurde. Neben einer Reihe von Beiträgen und Workshopthemen, die wohltuend über das schon vielfach Gesagte zum Thema hinausgingen, war für mich die abschließende Podiums- und Publikumsdiskussion ein Aha-Erlebnis. Das lag nicht nur an dem mir aus dem Herzen gesprochenen konsensualem Fazit „Wir sind auf dem richtigen Weg – nur die Geschwindigkeit stimmt nicht“ sondern an der lebhaft diskutierten Frage, wie die Lehrenden als zentrale Akteure beschleunigt auf den Weg gerbracht werden könnten.

„Zu langsam auf dem richtigen Weg“ weiterlesen

In den Ländern werden Lehrer*innen für die digitale Bildung weitergebildet? Echt?

„In den Ländern bereite man sich bereits auf die weitere Digitalisierung der Schulen vor – etwa durch Lehrerfortbildung, so die Ministerin.“ – wo passiert da was? Aus Brandenburg habe ich so was noch nicht gehört, die sind hier erst mal damit beschäftigt überhaupt mehr Lehrer*innen ausbilden zu können…

www.news4teachers.de/2019/01/digitalpakt-im-vermittlungsausschuss-soeder-glaubt-nicht-an-eine-schnelle-einigung/

„Digitalpakt“ egal wie – aber was eigentlich?

Wenn ich das richtig verstehe wird ab gestern heute abend verhandelt? Und wenn ich das weiterhin richtig verstanden habe, dann geht es den Verhandler*innen vor allem um die Causa „Grundgesetzänderung“? – Schön! – aber: Wofür die Digitalpakt-Gelder denn dann ausgegeben werden sollen scheint in einer Verwaltungsvereinbarung zu stehen. Kennen wir die?

„Dem Vernehmen nach wollen sie einen einmaligen, auf fünf Milliarden Euro begrenzten Transfer von Steuermitteln über die Umsatzsteuer zugunsten der Länder, und im Gegenzug gehen die Kultusministerien eine Berichtspflicht gegenüber dem Bund ein. Sie sollen nachweisen, dass sie die Gelder auch entlang der ausgehandelten Digitalpakt-Ziele einsetzen. Diese Ziele hatten Kultusministerien und Bundesbildungsministerium im November in eine – allerdings nicht mehr formell unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung gegossen.

www.jmwiarda.de/2019/01/30/ab-top-4-wird-es-ernst/

Learning in Digital World – und in einer neuen Hochschule

Am vergangenen Donnerstag war ich Gast auf dem QPL-Workshop „Praxis trifft Forschung – Learning in a Digital World“ zu dem das Frankfurter Projekt „Starker Start“ eingeladen hatte und auf dem „Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte“ und „fachspezifischer Transfer in die Lehrpraxis“ zum Thema Digitalisierung der Hochschulbildung im Mittelpunkt standen. Die wichtigste Botschaft, die ich aber aus dem Tag mitnehme ist, das wir „Hochschule neu denken“ müssen. Neben den Workshops zum „Data Enhanced Learning“ mit von Prof. Dr. Marcus Specht (Delft) und zur „digitalen Lehre in den Geisteswissenschaften und Jura 2030“ die durch Prof. Dr. Barbara Wolbring (Frankfurt a.M.) moderiert wurde, war es vor allem die Keynote von Prof. Dr. Susanne Weissman die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Die ganze Keynote kann im aufgezeichneten Livestream ab Minute 35:00 betrachtet werden.

Susanne Weissmann ist Vizepräsidentin an der TH Nürnberg Georg Simon Ohm und in dieser Funktion verantworlich für Personalentwicklung und Weiterbildung sowie Hochschulentwicklung und die Digitalisierungsstrategie. Einen weiteren Eindruck von Prof. Dr. Weissmann bekommt man in dem Videobeitrag für den Stifterverband „Wie Digitalisierung die Hochschulen verändert“ Sehr angenehm finde ich Frau Weissmanns Herangehen, beispielhaft zum Mentalitätswandel der Net-Generation: Das ist einerseits informiert und von wissenschaftlichen Positionen getragen, aber vor allem scheint es ihr darum zu gehen, überhaupt erst mal besser zu begreifen, was eigentlich mit den Menschen in der Digitalisierung geschieht. Und zwar ohne einerseits die Dynamik zu verkennen, die jede Erkenntnis als vorläufige umwerten kann und ohne sich andererseits sich zu einem Urteil zwingen zu lassen, weil wir uns ja doch nach einem Fundament für unser Handeln sehnen. Die zentrale Position von Frau Weissman war aber für mich:

Die Strukturen der Hochschule sind für das digitale Zeitalter („vielleicht“) nicht mehr zeitgemäß. Kluge Köpfe und kluge Menschen müssen sich die Frage stellen, wie Veränderung und Gestaltung der Hochschule „als Ganzes“ in Angriff genommen werden kann. Dies ist die mentale Neuausrichtung, zu der wir gezwungen seien, um die notwendige Reform der Hochschulen in Bewegung zu bringen, welche zwar die „umwerfenden“ (B. Böhning) Auswirkungen der Digitalisierung anerkennt aber trotzdem „nicht vom Fleck kommt“, sich „verheddert“ und mit „operativen Problemen“ zu kämpfen habe.

Eine schöne Metapher für die aktuelle Gleichzeitigkeit aus Modernisierung (des Medieneinsatzes) und Perpetuierung der (traditionellen) Lehr-/Lernkonzepte ist das von Frau Weissman angeführte „Blended Learning“ als „bequeme Antwort“ auf Digitalisierung: Man spricht von der Kombination der Stärken der beiden Ansätze, im Prinzip bleibt aber allzu oft das Lehrkonzept im Kern nicht angetastet. Die Selbststudienphasen werden medial aufgepeppt, die Methoden und das Vorgehen in der Präsenz ändert sich nicht. Man kann dieses Logik weiter führen: „Learning Management System“, „Vorlesungsaufzeichnung“ und „E-Prüfungen“ lassen sich ebenfalls unter Beibehaltung des bisherigen, jetzt medial modernisierten, Lehr-/Lernarrangements nutzen. Im übrigen ein sattsam bekanntes Phänomen an dem sich bereits Kohorten von Medien-/Bildungswissenschaftler*innen abgearbeitet haben.

Wir müssen Hochschulen nicht „digitalisieren“ sondern neu denken, um die Herausforderungen einer digitalisierten Welt zu bewältigen

Meine allererste Reaktion auf die Forderung „Hochschule ganz neu denken“ war übrigens der Gedanke „Aha, mit dem E-Learning und dem Neuen Lehren & Lernen hat es nicht so geklappt, dann fordern wir jetzt mal ‚Alles muss sich ändern‘?“ Hochschule ganz neu denken! Wo kann eine solche Diskussion geführt werden, wer ist bereit diese zu führen? Wer in einer führenden Position in einer Hochschule ist bereit, solche Prozesse zu wagen?

 

Lässt man es sich weiter durch den Kopf gehen, bekommt es allerdings immer mehr Sinn. Digitalisierung ist ohne organisatorischen Wandel nicht möglich, Wandel kann nicht ohne Veränderung in den Köpfen stattfinden. Die „Neukonfiguration der Strukturen“ ist nicht nur die wichtigste Organisationsaufgabe der Hochschulen für eine digitale Welt, sondern sie wird durch Digitalisierung auch möglich. Allerdings: „Neue Formen“ lassen sich nicht ohne einen neuen Inhalt denken. Es wäre auch notwendig die Ziele der Hochschulbildung in den Blick zu nehmen. Und ich denke, dass dies auch die sich langsam verbreitende Erkenntnis sein wird: Wir sprechen von der Digitalisierung als die Bedingung, die – zusammen mit anderen Entwicklungen – die Institutionen der Bildung zur Veränderung herausfordert.

Workshop: Perspektiven der Vernetzung von E-Portfolio-Akteuren im deutschsprachigen Raum

Workshop des German Chapter Europortfolio-Projekts: Perspektiven der Vernetzung von E-Portfolio-Akteuren im deutschsprachigen Raum im Rahmen der der Fachtagung „Bildungsräume 2017“

Datum: Dienstag, den 05.09.2017
Uhrzeit: 17:30 – 19:00 Uhr
Ort : TU Chemnitz, Str. der Nationen 62, 09111 Chemnitz

Im Dezember 2014 haben sich E-Portfolio-Anwender*innen, Forscher*innen und Interessierte im German Chapter der Europortfolio-Initiative vernetzt (#europortfolioDE). Im rund 150 Mitglieder umfassenden Netzwerk werden Fragen der Anwendung und Weiterentwicklung von E-Portfolios in Schule, Hochschule sowie Erwachsenen-/Weiterbildung diskutiert. Dank dieser kontinuierlichen Arbeit haben sich wertvolle Vernetzungen auf persönlicher und institutioneller Ebene bilden können. Wir sehen das German Chapter des Europortfolio-Projekts nach zweieinhalb Jahren kontinuierlicher Arbeit aber auch an einem Punkt, an dem wir über die weiteren Perspektiven nachdenken sollten: Einerseits hat sich die Community über den regionalen Länderkontext hin ausgeweitet, andererseits haben sich auch die Konzepte und Praktiken der Portfolio-Arbeit und angrenzender Gebiete (Open Badges, Personal Learning Environments) weiterentwickelt. Wir möchten im Rahmen der Fachtagung „Bildungsräume 2017“ (http://bildungsraeume2017.de) von GMW und GI die Gelegenheit nutzen, in einem größeren Kreis von Interessierten mögliche Entwicklungsperspektiven der Vernetzung von E-Portfolio-Akteuren zu diskutieren.

Die Teilnahme am Workshop beinhaltet nicht die Teilnahme an den Fachtagungen! Den Überblick über das Gesamtprogramm findet Ihr hier.

Elektronische Prüfungen – die Zeit ist reif, die Organisation nicht?

Die Verwendung von Computern für die Abwicklung von Prüfungen findet immer mehr Verbreitung in den Hochschulen, in Veröffentlichungen und auf Tagungen ist das Thema präsent. Interessant ist das Thema aber auch deshalb, weil sich daran zeigen lässt, wie sich Digitalisierung in der Bildung entwickelt und wo sie an Grenzen des Systems stösst. 

Samstagmorgen 09:40 Uhr. Die Mitarbeiterin aus dem Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen sagt noch einmal „Good Luck on your Test“ und die „Elektronische Eignungsprüfung“ im Fach Anglistik beginnt. Jetzt ist für die nächsten eineinhalb Stunden fast nur noch leises Mausklicken und Tastaturgeklapper zu hören. Im vierten Jahr führen wir jetzt an der Universität Potsam diese Form der Eignungsprüfung durch und mit jedem Jahr wurde der Prozess reibungsloser und einfacher. Heute werden zwei mal im Jahr Eignungsprüfungen mit jeweils fast 200 Teilnehmer*innen in zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen in zwei Poolräumen des Instituts für Informatik durch.

Es ist wichtig zu zeigen, dass etwas funktioniert – auch wenn es nicht optimal ist

Das eigentliche Testsystems hatten wir dabei eigentlich relativ schnell im Griff: Ein separates Standard-Moodle als, die Konfiguration, dass dieses System nur aus dem Uni-Netz erreichbar ist, plus manuelle Steuerung, dass die Tests vor und nach der Prüfung nicht erreichbar sind haben bisher noch keine Sicherheitslücken aufgetan. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden die Grundkonfiguration und die ersten Durchgänge entwickelt und begleitet.

Bundesarchiv Bild 102-11344, Intelligenzprüfung schulentlassener Mädchen
Prüfung 1931 (Bundesarchiv)

Trotz stattgefundener Modernisierung ist aber beispielsweise die Vorbereitung der Poolräume mit hohem Aufwand verbunden. Einerseits müssen die Pools hard- und softwareseitig aktuell gehalten werden, andererseits müssen die Mitarbeiter*innen bereits sein, diese zusätzlichen Aufgaben zu übernehmen – denn eigentlich handelt es sich hier ja nicht um Räume, die für Tests vorgesehen sind. Nervig ist daher immer noch, dass wir die Rechner vor jeder Prüfung manuell hochfahren, Betriebssystem und Browser in Gang setzen und die Startseite für die Prüfung eintippen müssen. In Zukunft soll auch dies automatisiet werden, was auch diesen Teil des Prozesses für alle vereinfachen wird. Nicht
so einfach ist es aber die Zusammenarbeit von verschiedenen Einrichtungen dauerhaft zu etablieren, wozu auch gehört, das gegenseitige Verständnis für die Sicht- und Arbeitsweisen der Expert*innen zu entwickeln, zu begreifen, was zu den Standardaufgaben der jeweilig anderen gehört und was nicht. Einerseits können einem Aussagen wie „das gehört aber doch zu seinem/ihrem Job“ begegnen. Andererseits sind historisch gewachsene Prozesse und Verfahrensweisen (etwa das „Anmelden zur Prüfug in letzter Minute“) die im Paper-Pencil-Verfahren kein Problem darstellen mit dem entsprechenden Prozess von „Nutzer*in anlegen“, „Passwort generieren“ und „Ausdrucken für die Teilnehmer*in“ einfach nicht so kurzfristig zu machen, wie das eintragen einer*s Teilnehmer*in in einer Liste. Auch der Vorgang, aus den Ergebnissen die Bescheinigungn zu erzeugen und per Mail zu versenden erwies sich als hartnäckig undigitalisierbar. Hier wurde zwar eine kleine smarte Software gebaut, die erwies sich aber als ziemlich pflegebedürftig und konnte erst nach einigem Hin und Her zu einem funktionierenden Workflow umgebaut werden. Knackpunkt hierbei war, dass die Lösung gegenüber kleinsten Fehleingaben intolerant war und die Beschäftigung mit Zeichensätzen, Feldformatierungen und Excelversionen nicht zu den Kernaufgaben der Verwaltungsmitarbeiter*innen gehört und das Tool ohne persönliche Betreuung unbrachbar war.

Technik und Konzepte sind nicht das Problem, das Problem ist es, die „Organisation Hochschule“ in Bewegung zu bringen

Anglistikprüfung Uni Potsdam 2017 (eigene)
Anglistikprüfung
 Uni Potsdam 2017 (eigene)

Inzwischen sind alle glücklich mit der Lösung und die Eignungsprüfung hat sich zum Pilotprojekt für das Thema E-Prüfungen an der Universität Potsdam gemausert. Es hat sich gezeigt, dass wir trotz anfänglich großer Bedenken in der Lage sind mit der vorhandenen Technik und durch de Einsatz von engagierten Menschen etwas auf die Beine zu stellen dass Modellcharakter haben kann. Auch rechtliche und administrative Rahmenbedingungen lassen sich so anpassen, das E-Prüfungen rechtssicher sind und sich beispielsweise die Einsichtnahme durch Prüflinge problemlos realisieren lässt. Wir haben sehr viel gelernt in den vergangenen vier Jahren und fühlen uns nun gut gewappnet das Thema E-Assessment in größerem Maßstab anzugehen. Hätte es hier nicht einen gewissen Mut zum Risiko gegeben, wären wir heute nicht an diesem Punkt. Wir bekommen auch jede Menge gut gemeinter Ratschläge von vielen Seiten, wie wir die Prozesse weiter automatisieren, optimieren, modernisieren und effektiver machen können. Aber das Problem ist nicht, dass wir nicht wissen, was wir machen müssten, sondern das wir an die Grenzen der Organisation Hochschule stossen.

Technische Innovation ohne organisationale Erneuerung ist sinnlos

Grassierende Überlastung, implizite und explizite Normen, endlose Prüfschleifen statt Entscheidungen, eine immer noch vielerorts vorherrschende this-is-not-my-job-Haltungen, Abgrenzungs- und Wagenburg-Mentalität hinsichtlich von Einfluss- und Kompetenzbereichen, offener oder verdeckter Unwillen zur Kooperation und eine spürbare Abneigung von Verantwortlichen sich diesen Herausforderungen zu stellen: Diese Phänomene machen es so schwierig in der Hochschule sinnstiftende Innovationen umzusetzen. Beim Thema E-Prüfungen kann man daher den Lackmustest machen. In den letzten Jahren haben sich Technologie, Praxis und wachsender Erfahrungsschatz der E-Prüfungen auf die Plateau der Produktivität im Hype-Cycle zubewegt: Man muss es einfach nur noch tun, dann lassen sich die positiven Effekte verstärken und weiter entwickeln, dann lässt sich durch technologische Entwicklung der Freiraum für didaktische Innovation schaffen. Es einfach zu tun bedeutet aber auch nicht, die Entwicklung hin zur Digitalisierung als alternativlosen Megatrend zu propagieren und mit diesem Killerargument die allfälligen Widerstände und Hemmnisse die sich meist aus dem menschlichen Faktor speisen (und sich in menschlichen Organisationsweisen vergegenständlichen) plattzubügeln. Wirklich alternativlos ist es hingegen, die organisationalen Hemmnisse zu thematisieren und sich nicht auf die Inseln des Gelingens (mit einem Leuchtturm in der Mitte…) zurückzuziehen.

Wir sind ja kein Unternehmen! - von Daniel Al-Kabbani auf http://constructive-amusement.weebly.com/
Wir sind ja kein Unternehmen! – von Daniel Al-Kabbani auf constructive-amusement.weebly.com